Hilfe, mein Zisternenwasser stinkt: Das kannst du jetzt machen! (2023)

Zisternenwasser stinkt

Wenn das Zisternenwasser stinkt, muss rasch gehandelt werden. So gehst du jetzt vor und so verhinderst du das Problem der übel riechenden Zisterne in Zukunft!

Eine Zisterne ist eine tolle Anschaffung. Man kann darin Regenwasser sammeln und es später im Garten und Haushalt nutzen.

Blumen und Rasen gießen, Gemüsegarten wässern, die Gartendusche betreiben oder sogar die WC Spülung damit bedienen – das alles ist mit Regenwasser möglich.

Das spart hohe Kosten für Leistungswasser ein und erfordert wenig Aufwand.

Das gesammelte Wasser kann lange im unter- oder oberirdischen Wassertank bleiben, bevor es verbraucht werden muss.

Wenn der Wassertank nicht im Gleichgewicht ist, kann es passieren, dass das Zisternenwasser stinkt. Nutzt du es zum Wäschewaschen, für die Dusche, Toilette oder im Garten, dann wird es nicht lange dauern, bis du den Duft nicht mehr aus der Nase bekommst. Der Gestank kann sich vor allem in Kleidung sehr hartnäckig halten und nur schwer entfernt werden.

Aber woran liegt es, dass die Zisterne nach faulen Eiern riecht und was kann man dagegen unternehmen?

Wir verraten dir, was du jetzt machen musst und wie du das Problem in Zukunft verhindern kannst.

Warum stinkt das Zisternenwasser?

Wenn Regenwasser in die Zisterne rinnt, kann es auch Schmutz oder Laub mit hineinbringen. Beginnen sich diese Verunreinigungen zu zersetzen, können sich Gase entwickeln, die das Wasser stinken lassen.

Das lässt sich auch ganz einfach an der Funktionsweise der Zisterne erklären. Wenn es regnet, rinnt das Wasser über das Dach, in die Dachrinne und von hier aus in die Zisterne. Auf dem Weg bis zur Zisterne kommt das Wasser mit vielen Verunreinigen in Berührung, dazu zählen vor allem:

  • Laub
  • Vogelkot
  • Tote Insekten
  • Blütenstaub
  • Moos

und andere organische Substanzen.

Um das Schlimmste zu verhindern, baut man Filter ein. Sie helfen den gröbsten Schmutz abzufangen und verhindern, dass dieser erst in der Zisterne landet.

Je größer die Zisterne ist und je länger es nicht regnet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Zisternenwasser stinkt.

Zu wenig Regen führt in sommerlichen Trockenperioden immer wieder dazu, dass ein sehr übler Geruch aus den Wasserbehältern aufsteigt.

Über Regen gelangt Sauerstoff in die Zisterne, der dafür sorgt, dass das Wasser im Gleichgewicht bleibt. Bleibt der Regen aus, sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und in der Zisterne.

Jetzt fühlen sich anaerobe Fäulnisbakterien rundum wohl. Wenn sie dann auch noch genügend Nahrung in Form von Verunreinigungen finden, vermehren sie sich in großen Mengen.

Das Wasser kippt

Gemeinsam mit den organischen Substanzen bilden sie am Boden der Zisterne eine schwarze Schicht. Und jetzt geht’s richtig rund, denn nun bildet sich durch die anaeroben Fäulnisbakterien Schwefelwasserstoff.

Jetzt ist der Sauerstoff im Wasserbehälter meist schon ganz aufgebraucht. Umgangssprachlich sagt man jetzt „das Wasser ist gekippt“.

Die Folge: das Zisternenwasser stinkt nach faulen Eiern und riecht richtig übel. Es kann nicht mehr gerettet werden.

Das kann übrigens auch im Wassereimer, in der Regentonne und jedem stehenden Wasser passieren.

Wenn das Wasser in deiner Zisterne schlecht riecht, obwohl genügend Sauerstoff vorhanden ist, solltest du es ablassen und die Zisterne reinigen. Der üble Geruch kann von toten Tieren stammen, die sich im Wassertank befinden.

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Was kann ich machen, wenn das Zisternenwasser stinkt?

Sobald du merkst, dass das Zisternenwasser zu riechen beginnt, heißt es schnell handeln. Je rascher du da Problem löst, desto schneller hast du wieder klares Wasser.

Ohne Chemie kommst du jetzt nicht mehr aus. Denn, wenn das Zisternenwasser stinkt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass sich die Bakterien schon ordentlich vermehrt haben.

Wer schnell ist, kann das Problem lösen, bevor es richtig schlimm wird.

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Nachdem du den Zisternenreiniger ins Wasser gegeben hast, beginnt der Aktivsauerstoff, die Feststoffe und Bakterien im Wasser anzugreifen. Blätter und andere Verunreinigungen werden an die Oberfläche gespült. Hier kannst du sie mit einem Kescher abfischen.

Du kannst das Mittel 2x pro Monat anwenden und auch vorbeugend anwenden. Auf 10.000 Liter Wasser gibst du 400 g des Aktivsauerstoffs.

Wir empfehlen die Verwendung des Mittels jedem. Ganz egal, ob die Zisterne leicht riecht oder stark. Denn zu verlieren hast du jetzt ohnehin nichts mehr.

Bei einem zu starken Befall kann es allerdings sein, dass das Mittel kaum Wirkung zeigt.

Wenn du möchtest, kannst du dich auch an Hausmitteln für die Poolreinigung orientieren. Sie sind alle auch für Zisternen geeignet.

Wenn die Zisterne trotzdem stinkt

Ist das Wasser richtig gekippt und nicht mehr zu retten, musst du die Zisterne vollkommen leeren und das Wasser dem Kanal zuführen.

Dabei kommt eine Schmutzwasserpumpe für Zisternen zum Einsatz, weil sie Blätter und Verunreinigungen einfach aufsaugen kann. Du kannst sie häufig ausleihen oder du legst dir ein günstiges Modell zu.

Anschließend lässt du den Wassertank einige Zeit geöffnet, damit sich der Geruch verziehen kann. Und dann folgt eine Arbeit, die wirklich keinen Spaß macht. Du musst die Zisterne von Kopf bis Fuß reinigen. Wie du das machst, liest du hier: „So reinigst du eine Zisterne in 5 einfachen Schritten“.

Wie kann ich in Zukunft verhindern, dass die Zisterne übel riecht?

Eine Zisterne ist ein großer Behälter, der Regenwasser speichert, das für verschiedene Zwecke verwendet werden kann, z. B. zur Gartenbewässerung oder für die Toilettenspülung. Sie kann ober- oder unterirdisch aufgestellt werden.

Wenn das Wasser in der Zisterne schlecht riecht, bedeutet das, dass nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist und anaerobe Bakterien überhandnehmen.

Verunreinigungen vermeiden

Die Zisterne sollte vor groben Verunreinigungen geschützt werden. Filter und Abdeckungen machen es Bakterien schwerer, sich zu vermehren.

Der Zweck der mechanischen und biologischen Filter ist es, das Regenwasser so zu reinigen, dass nur wenige organische Stoffe in die Zisterne gelangen können.

Kontrolliere die Filter regelmäßig und reinige sie, wenn du nicht möchtest, dass dein Zisternenwasser stinkt.

Das ist ein Schritt, der dich sehr wenig Zeit kostet und dir sehr viel Arbeit erspart. Wer schon mal eine gesamte Zisterne von innen reinigen musste, der wird das sofort bestätigen können.

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Einen Teichbelüfter verwenden

Die Aufgabe des Belüfters ist es, Sauerstoff ins Wasser zu bringen, was auch geschieht, wenn es regnet oder du frisches Wasser in die Zisterne leitest.

Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass die Installation einer Luftmembranpumpe (oder eines Teichbelüfters) in kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse bringen kann.

Obwohl batteriebetriebene Modelle bis zu einem gewissen Grad funktionieren, sind solarbetriebene oder konventionelle Pumpen praktischer.

Der Sprudelstein belüftet den Wassertank, indem er am Boden des Tanks zum Stehen kommt und langsam Luft freisetzt. Dies ist eine effektive Methode, um geringe Wassermengen umzuwälzen. Welches Modell du brauchst, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. davon, wie tief dein Wassertank ist oder wie hoch der Luftdruck der Pumpe ist.

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Am besten ist es, wenn man den Teichbelüfter mit einer Zeitschaltuhr kombiniert. Schon eine Laufzeit von drei Stunden pro Tag verhindert, dass das Zisternenwasser stinkt.

Es ist allerdings nicht sinnvoll, das Gerät den ganzen Tag laufen zu lassen. Vor allem tagsüber würde es an heißen Tagen die warme Luft in das kühle Wasser pumpen – das führt dann wieder zu unerwünschtem Bakterienwachstum.

Je kühler das Wasser ist, desto langsamer vermehren sich die Bakterien.

Teichbelüfter werden über einen 220 V Anschluss betreiben. Sie sind mit spritzwassergeschützten Schläuchen ausgestattet und kaum hörbar. Bis zu einer Tiefe von 2,5 Metern funktionieren diese Geräte sehr gut.

Regnet es sehr lange nicht, dann schalte den Teichbelüfter öfter und länger am Tag ein.

Zusätze vorbeugend nutzen

Je nach Bedarf kannst du deinem Zisternenwasser Zusätze beifügen – ähnlich denen, die in Pools verwendet werden. Wenn du das Wasser zum Beispiel nur für die Toilettenspülung verwendest, brauchst du andere Zusätze wie jemand, der es auch zur Bewässerung seines Gartens nutzt.

Damit du das Wasser für deinen Garten nutzen kannst, muss der Zusatzstoff biologisch verträglich sein. Du kannst dieses Ziel erreichen, indem du einfache Zusätze verwendest, die Mikroorganismen in die Zisterne bringen. Diese helfen, das Gleichgewicht auf natürliche Weise wiederherzustellen.

Wenn du reines Brauchwasser verwenden willst, gibt es andere Zusätze, auf die du zurückgreifen kannst. Diese Mittel richten sich direkt gegen Fäulnisbakterien, wirken aber auch auf Pilze und Algen. Da diese Mittel jedoch aggressiver sind, sind sie nicht ideal für Gärten.

Und was kann ich tun, damit die Regentonne nicht zu stinken beginnt?

Ein Deckel mit feinem Drahtgeflecht ist oft alles, was du brauchst, wenn du Regenwasser in einer Regentonne auffängst. Er verhindert, dass Blätter und anderer grober Schmutz ins Wasser gelangen.

Da sich Fäulnisbakterien bei Sonnenlicht und Hitze schneller vermehren, sollte die Wasser- oder Regentonne an einem schattigen, kühlen Ort aufgestellt werden. Du kannst die Tonne auch halb in den Boden eingraben, um die Temperaturen dauerhaft kühler zu halten.

Wenn es über einen längeren Zeitraum nicht geregnet hat, solltest du das Wasser in der Regentonne verbrauchen. Jetzt kannst du die Regentonne von organischen Resten befreien und verhindert, dass das Wasser stinkt.

Unser Fazit

Wenn das Wasser in der Zisterne stinkt, musst du schnell handeln. So verhinderst du das Problem der übel riechenden Zisterne in Zukunft und dass dich sehr viel Arbeit erwartet.

Ein Teichbelüfter ist eine gute Möglichkeit, um Sauerstoff ins Wasser zu bringen und zu verhindern, dass das Zisternenwasser stinkt. Mit Zusatzstoffen kann man auch verhindern, dass die Regenwasserbehälter zu stinken beginnen. Wenn es längere Zeit nicht geregnet hat, solltest du das Wasser aufbrauchen oder Zusätze nutzen.

Hast du den Geruch nach faulen Eiern zu lange ignoriert, dann musst du die gesamte Zisterne reinigen. Das ist sehr viel Arbeit. Deshalb lohnt es sich, die Wasserqualität der Zisterne immer im Auge zu behalten und Filter zu nutzen, die regelmäßig gereinigt werden.

Viel Erfolg im Kampf gegen den üblen Geruch im Wassertank!