Brunnen winterfest machen in 4 einfachen Schritten

Wenn die Temperaturen zu sinken beginnen und die Blätter sich verfärben, ist es an der Zeit, an die Überwinterung des Gartenbrunnens zu denken. Ein gut gepflegter Brunnen kann eine schöne Bereicherung für den Garten sein. Damit das so bleibt, ist es wichtig, jetzt einige einfache Maßnahmen zu ergreifen. In diesem Artikel erfährst du, wie du einen Brunnen winterfest machen kannst und was du dabei beachten musst.

Im Garten ist alles auf den Winter eingestellt: Das Laub ist zusammengefegt, der Pool wurde eingewintert, empfindliche Blumen wurden nach Innen verlegt und der Rasenroboter zieht seine letzten Runden.

Wenn die Nächte länger und vor allem kälter werden, sollte aber auch der Gartenbrunnen nicht vergessen werden. Spätestens Mitte Oktober ist es so weit: Der Brunnen und die Pumpe müssen in den Winterschlaf versetzt werden.

Mit ein paar Handgriffen kannst du den Brunnen winterfest machen. Wie du dabei vorgehst und was du auf keinen Fall vergessen darfst, das erfährst du heute!

Warum sollte man einen Brunnen winterfest machen?

Alle wasserführenden Bauteile von Gartenbrunnen sind anfällig für Frostschäden und müssen winterfest gemacht werden. Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus. Das kann dazu führen, dass Teile, die noch Wasser enthalten, kaputt gehen.

Je nach Brunnentyp kann auch der Schacht selbst durch Frost und Auftauen beschädigt werden. Die Überwinterung deines Brunnens hilft, diese Schäden zu vermeiden, damit der Brunnen und die Pumpe auch in den nächsten Jahren noch gut aussehen und funktionieren.

Es gibt auch spezielle frostsichere Tauchpumpen, die in manchen Fällen tatsächlich eine Anschaffung wert sein können!

Wie kann ich einen Brunnen winterfest machen?

  1. Wasserzufuhr abstellen
  2. Pumpe ausbauen
  3. Reinigung der Pumpe und aller beweglicher Teile
  4. Brunnen abdecken

Wasserzufuhr abstellen

Du musst die Wasserzufuhr abstellen, wenn der Brunnen in den Winterschlaf versetzt wird. Wenn der Anschluss sowohl einen äußeren als auch einen inneren Hahn hat, sollte der innere Hahn ganz zugedreht werden. Um zu verhindern, dass sich Wasser in der Leitung ansammelt, solltest du den äußeren Absperrhahn ein wenig geöffnet lassen.

Pumpe ausbauen

Prüfe, ob sich die Pumpe entnehmen lässt – das ist vor allem bei Saugpumpen der Fall.

Wenn dein Brunnen Schläuche und Pumpen hat, die fest installiert sind und nicht entfernt werden können, reicht es in der Regel aus, sie vor dem ersten Frost abzuschalten und gründlich zu trocknen. Kleine Wasserreste auf der Pumpe oder einzelnen Kunststoffteilen kannst du auch mit einem Föhn auf niedriger Stufe trocknen.

Saug- und Schwengelpumpen sollten ausgebaut werden, während Tauchpumpen im Wasser bleiben können.

Wenn Gartenschläuche am Brunnen vorhanden sind, sollten sie vor dem ersten Frost entfernt werden. Um zu verhindern, dass Schläuche, Dichtungen und Co ihre Flexibilität verlieren, solltest du es bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius in einer Garage, im Keller oder einer ähnlichen Umgebung aufbewahren.

Reinigung der Pumpe

Wenn die Pumpe demontiert ist, solltest du sie und alle beweglichen Teile mit sauberem Wasser reinigen, um Schmutz und Rückstände zu entfernen. Vor allem der Filter muss gereinigt werden, damit er im Frühjahr wieder seine Arbeit richtig machen kann.

Wenn alles sauber ist, trockne die Pumpe und alle Teile gründlich. Wenn möglich, lagerst du die Einzelteile über den Winter an einem kühlen und trockenen Ort. Das trägt dazu bei, die Lebensdauer deiner Pumpe zu verlängern.

Brunnen abdecken

Nachdem du alle Anschlüsse und Pumpen abgestellt und Kleinteile entfernt hast, kannst du dich darauf konzentrieren, wie du deinen Brunnen vor dem Winterwetter schützen kannst. Rammbrunnen müssen unbedingt abgedeckt werden, um Schäden an den Wänden vom Frieren und Auftauen zu verhindern.

Du kannst eine Plane oder ein ähnliches Material zum Abdecken des Brunnens verwenden. Achte darauf, dass die Abdeckung sicher befestigt und wasserfest ist.

Welche Brunnenarten und Pumpenarten gibt es?

Man unterscheidet diese Brunnenarten, die alle in Gärten vorkommen können:

  1. Bohrbrunnen
  2. Rammbrunnen (Schlagbrunnen)
  3. Schachtbrunnen
  4. Gartenbrunnen oder Springbrunnen

Bohrbrunnen

Ein Bohrbrunnen wird mit einer Flachbohrung (= Bohrungen bis 500 Meter Tiefe) errichtet. Dabei wird die Bohrung durch die Grundwasser führende Schicht geführt. Hier wird ein Filterrohr eingebaut, durch das das Grundwasser in den Brunnen eintreten kann. Den Abschluss am unteren Ende des Bohrbrunnens bildet eine Bodenkappe.

Je nach Tiefe kann man in den Bohrbrunnen eine Saug- oder Tauchpumpen einsetzen.

Rammbrunnen

Er wird in den Boden gerammt bzw. geschlagen, bis er auf Grundwasser trifft. Diese wasserführende Schicht muss man genau erwischen. Ist der Brunnen zu tief, verstopft die Pumpe. Ist er zu seicht, zieht die Pumpe statt Wasser Luft.

Schachtbrunnen

Ein Schachtbrunnen ist ein Trinkwasserbrunnen, der einen ausgehobenen Schacht nutzt, um an das Grundwasser zu gelangen. Der Schacht kann manuell oder maschinell ausgehoben werden und muss tief genug sein, um die erste oberflächennahe Grundwasserschicht vertikal zu durchdringen. Daher sind Schachtbrunnen nur für flache Grundwasservorkommen bis maximal 40 Meter geeignet.

Springbrunnen oder Gartenbrunnen

Eine weitere Art, Wasser im Garten zu nutzen und zu genießen, ist ein Springbrunnen. Er ist mit einer Springbrunnenpumpe ausgestattet, die unbedingt frostsicher aufbewahrt werden muss. Springbrunnenpumpen sind eine Unterkategorie von Saugpumpen und funktionieren auf dieselbe Art wie Saugpumpen für Brunnen.

Beim winterfit machen von Brunnen musst du zuerst mal schauen, welche Art von Pumpe du verwendest und wo sie aufgestellt ist.

Es gibt

  • elektrische Pumpen (dazu zählen Saugpumpen und Tauchpumpen)
  • und manuelle Schwengelpumpen.

Lass uns die Unterschiede anschauen!

Wie kann ich einen Brunnen winterfest machen, wenn ich eine Saugpumpe verwende?

Eine Saugpumpe ist eine Pumpe, die außerhalb des Brunnens aufgestellt wird. Sie besitzt zwei Schläuche, einen um Wasser aus dem Brunnen anzusaugen und einen, um Wasser abzugeben. Sie kommt in klassischen Brunnen, Teichen und als kleinere Version in Springbrunnen zum Einsatz.

Mehr über Saugpumpen kannst du hier nachlesen. Die Saugpumpe muss immer abgebaut werden, wenn du den Brunnen winterfest machen möchtest. Sie muss nach einer gründlichen Reinigung an einem frostgeschützen Ort überwintert werden.

So gehst du dabei vor:

  • Um die Pumpe zu reinigen, nimmst du sie vom Saug- und Druckschlauch ab und entleerst sie. Lasse auch die Pumpe vollkommen aus.
  • Jetzt trocknest du sie ab und bringst sie an ihren Lagerort.
  • Fülle die Saugpumpe nun wieder mit Wasser, damit die Dichtungen nicht austrocknen und porös werden.
  • Es ist auch keine schlechte Idee, die Pumpenwelle in regelmäßigen Abständen zu drehen, um ein Festsetzen der Welle zu verhindern.

Wichtig: Pumpe feucht halten!

Damit die Wasserpumpe im Winter nicht austrocknet, sollte sie in einen großen Behälter gestellt werden, der vollständig mit Wasser gefüllt ist. Während des Winters muss der Behälter mit der Wasserpumpe an einem frostsicheren Ort gelagert werden. Ein geschlossener Kellerraum ist ideal, aber auch eine Garage oder ein Dachboden können verwendet werden. Tausche das Wasser regelmäßig aus, um schlechte Gerüchte zu verhindern und kontrolliere den Wasserstand.

Ein Schuppen oder Gartenhaus ist kein geeigneter Lagerort. Hier kann es im Winter frieren!

Hast du keinen anderen Lagerort als ein Gartenhaus oder einen Schuppen, dann musst die Pumpe bis auf den letzten Tropfen ausleeren. Wickle sie zur Wärmeisolierung in Decken oder Luftpolsterfolie ein.

Verwendest du einen separaten Druckschalter (Presscontrol), Druckbehälter oder Vorfilter, dann musst du auch diese Bestandteile an einem frostsicheren Ort lagern.

Und der Saugschlauch?

Der Saugschlauch kann im Brunnenrohr bleiben. Wenn sich am Ende des Saugschlauchs ein Rückflussventil befindet, empfehlen wir den Schlauch herauszuholen und zu leeren. Dadurch verhinderst du, dass er von oben zu frieren beginnt und Frostschäden entstehen.

Hast du den Saugschlauch geleert, kannst du ihn wieder ins Bohrloch hängen. Achte unbedingt darauf, dass er gut am Brunnenkopf oder einer Vorrichtung befestigt ist, um nicht ins Rohr zu fallen.

Wann du die Saugpumpe nicht abbauen musst

Eine Ausnahme besteht, wenn die Pumpe und die dazugehörigen Geräte an einem frostgeschützten Ort, z. B. im Keller, installiert wurden.

Hast du die Pumpe in einer unterirdischen Kammer stehen, dann kann sie mit dem gesamten Zubehör hier überwintern. Voraussetzung ist wie immer nur, dass es an dem Ort nicht friert!

Wie mache ich eine Tiefbrunnenpumpe (Tauchpumpe) winterfit?

Im Unterschied zur Saugpumpe wird die Tiefbrunnenpumpe vollständig oder teilweise im Wasser versenkt. Deshalb kann sie über den Winter im Brunnenrohr bleiben.

Du musst dir keine Sorgen machen, dass das Grundwasser einfriert, wenn du eine Tiefbrunnenpumpe verwendest, denn die Frostgrenze liegt in unseren Breitengraden nur bei 80-100 Zentimetern. Die durchschnittliche Temperatur des Grundwassers liegt auch im Winter bei mindestens 8 Grad.

Druckschalter, Vorfilter und Co einwintern

Verwendest du einen externen Druckschalter, einen Vorfilter oder Druckbehälter, die nicht frostsicher stehen, dann musst du sie frostsicher einwintern. Dafür musst du sie ausbauen, reinigen und von Wasser befreien.

Wenn dir der Aufwand zu hoch ist und du das Zubehör an Ort und Stelle lassen möchtest, musst du sie zumindest vollständig von Wasser befreien. Dadurch verhinderst du das Risiko, dass das Wasser im Inneren friert. Viele Modelle haben dafür ein Ventil, das man manuell öffnen kann.

Achtung bei der Steigleitung!

Beim Einwintern der Steigleitung gehen die Meinungen allerdings stark auseinander. Diese Leitung führt vom Brunnenwasser direkt an die Brunnenöffnung. Das Problem dabei ist, dass die meisten Tiefbrunnenpumpen ein Rückflussventil haben. Deshalb bleibt in der Steigleitung immer ein gewisser Wasserstand.

Das Wasser kann an sehr kalten Wintertagen zu frieren beginnen. Bis zum Brunnen setzt sich das Eis keinesfalls fort, da es unter der Erde immer Plusgrade haben wird. Es ist allerdings möglich, dass der Frost das PE-Rohr beschädigt. Deshalb empfehlen einige Experten, die Steigleitung auszubauen.

Und genau hier scheiden sich die Geister. Die meisten Brunnenprofis empfehlen, das PE-Rohr über den Winter im Brunnen zu lassen, weil es für die wenigsten Brunnenbesitzer möglich ist, das Rohr im Ganzen frostfrei zu überwintern. Je nach Brunnentiefe kann es schließlich auch über 15 Meter oder weitaus mehr ausmachen. Wer es im Garten lagert, der setzt ihm erst wieder Frost aus.

Ich habe mich in Foren für dich umgesehen und mir angeschaut, wie andere Brunnenbesitzer das regeln. Die meisten lassen das Steigrohr im Brunnen. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass das PE-Rohr Frost aushalten kann und nicht sofort kaputt geht. Und falls es doch passieren sollte, ist ein PE-Rohr relativ günstig und überall erhältlich.

Tiefbrunnenpumpe reinigen

Dennoch kann es sein, dass der Brunnen und die Pumpe gelegentlich gereinigt werden müssen. Das erkennt man daran, dass die Produktivität des Brunnens nachlässt oder sich eine schleimige, rötliche Ablagerung am Steigrohr bildet. Zu diesem Zweck können eigene regenerative Brunnenmittel verwendet werden.

Diese bringt man mit einem Schlauch in Filterhöhe in den Brunnen ein. Nachdem es einige Stunden einwirken konnte, wird es anschließend mit den gelösten Verunreinigungen abgepumpt. Die Pumpe und die Steigleitung kannst du in diesem Zuge gleich auch reinigen. Das klappt übrigens auch bei Rammbrunnen sehr gut.

Wie kann ich eine Schwengelpumpe einwintern?

Schwengelpumpen kommen vor allem in Rammbrunnen zum Einsatz. Aufgrund ihrer Bauweise bleibt immer Wasser in einer manuellen Schwengelpumpe – auch in den sehr modernen Modellen, wie diesen. Sollte es einfrieren, würde die Pumpe irreparabel beschädigt werden. Um das zu vermeiden, musst du die Schwengelpumpe vor dem Wintereinbruch entleeren. Das kannst du mit dem Entlüftungsventil tun, das beim Kauf des Pumpenstocks mitgeliefert wird.

Wer seinen Brunnen winterfest machen und auf Nummer sicher gehen möchte, der baut die Schwengelpumpe ganz ab und lagert sie frostsicher bis zum Frühling.

Hast du auch nur ein bisschen Restfeuchtigkeit übersehen, kann das der Pumpe massiv schaden und den Brunnen im Frühling nicht einsatzbereit machen. Der Abbau der Pumpe ist kein großer Aufwand, da sie nur vom Pumpenstock abgeschraubt werden muss. Der Pumpenstock selbst kann am Rohr bleiben. Nimmst du die Pumpe jedoch ab, dann musst du das offene Rohr abdecken, damit kein Schmutz und Wasser eindringen kann.

Wenn sich die Schwengelpumpe nicht abmontieren lässt oder du das nicht möchtest, musst du sehr viel Acht geben, dass sie wirklich absolut trocken ist. Ummantle die Pumpe mit Vlies und anderen Schutzhüllen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

Wie kann ich einen Schachtbrunnen winterfest machen?

Die Öffnung eines Schachtbrunnens sollte im Winter abgedeckt werden, um die Gefahr zu verringern, dass die Wände durch das Ein- und Auffrieren beschädigt werden.

Je nach verwendeter Pumpenart (Saugpumpe, Tauchpumpe oder manuelle Schwengelpumpe) gehst du wie oben beschrieben vor.

Häufige Fragen rund ums Einwintern von Brunnen und Pumpe

Kann ein Brunnen einfrieren?

Ein Brunnen kann einfrieren, aber es ist sehr unwahrscheinlich – außer du lebst in Grönland. Das Wasser im Brunnen steht unter hohem Druck und friert daher nicht so leicht ein. Außerdem kommt das Wasser im Brunnen aus einer großen Tiefe und ist daher auch im Winter relativ warm.

Wann sollte ich meinen Brunnen winterfest machen?

Der beste Zeitpunkt für die Überwinterung deines Brunnens ist im Spätherbst, bevor der erste Frost einsetzt.

Wie lagert man eine Pumpe ein?

Um deine Wasserpumpe vor Schäden zu schützen, solltest du sie im Winter an einem frostsicheren Ort lagern. Reinige die Pumpe immer zuerst, um Schmutzablagerungen zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Pumpe im Frühjahr anspringen kann.

Wenn du die Pumpe nicht im Haus aufbewahren kannst, lagere sie im Keller. Notfalls in der Garage – vorausgesetzt die Temperaturen fallen hier nicht unter 10° Celsius.

Damit Dichtungen und Gummiteile über die kalte Jahreszeit nicht porös werden, musst du die Pumpe feucht lagern. Anderenfalls ist die Pumpe im Frühjahr nicht mehr funktionstüchtig.

Wie überwintere ich Poolpumpen?

Diese müssen vor dem Winter geleert, gereinigt und frostfrei gelagert werden. Wenn es sich um feste Konstruktionen handelt, stelle sicher, dass kein Wasser in der Pumpe zurückbleibt. Achte darauf, dass sich keine Partikel im Laufrad befinden. Poolfilter sollten ebenfalls entleert werden.

Unser Fazit

Die Überwinterung deines Gartenbrunnens ist ein Prozess, der ein paar grundlegende Schritte erfordert. Wenn du diese Tipps befolgst, kannst du sicherstellen, dass dein Brunnen vor dem kalten Wetter geschützt und im Frühjahr wieder einsatzbereit ist. Mit ein wenig Vorbereitung kannst du dich viele Jahre lang an deinem Gartenbrunnen erfreuen.

Wenn du deinen Brunnen winterfest machen möchtest, dann beginne besser noch heute mit den ersten Vorbereitungen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

19 − 18 =