Anleitung: Gartenpumpe entlüften in 6 einfachen Schritten

Gartenpumpe entlüften

Wenn deine Pumpe kein Wasser fördert, dann kann es sein, dass du Luft in der Saugleitung hast. So kannst du deine Gartenpumpe entlüften und darauf kommt es dabei an!

Viele Pumpenhersteller werben damit, dass ihre Geräte wartungsfrei sind. So ganz stimmt das dann aber doch nicht. Denn auch diese Gartenpumpen müssen entlüftet werden.

Damit die Pumpe den ganzen Sommer über sorgenfrei läuft, muss sie gelegentlich gewartet werden. Bemerkst du, dass die Förderleistung nachlässt, dann solltest du dich darüber informieren, ob die Leitung verstopft ist oder ob sich Luft in der Pumpe befindet.

Wenn sich Luft in einer Gartenpumpe befindet, wird der Wasserfluss verwirbelt und die Lebensdauer des Geräts kann sich verkürzen. Deshalb ist es wichtig, die Anlage zu entlüften, um unvorhergesehene Folgen zu vermeiden.

Wir möchten dir heute zeigen, wie du in wenigen Schritten deine Gartenpumpe entlüften kannst. Das klappt in wenigen Handgriffen!

Wann muss man eine Gartenpumpe entlüften?

Solange Gartenpumpen ihren Job zu unserer vollen Zufriedenheit erledigen, schenken wir ihnen nur wenig Aufmerksamkeit. Wenn sie jedoch kein Wasser mehr fördert oder sehr viel Luft zieht, dann wird es Zeit sie zu entlüften.

Auch vor der ersten Inbetriebnahme muss man Luft entfernen. Sollte der Ansaugschlauch mal Luft ziehen, weil er nicht vollständig im Wasser ist, steht auch eine Entlüftung an.

Ursachen für Luft im Pumpsystem:

  • undichte Schläuche
  • undichte Ventile
  • lockere Dichtungen oder Verbindungen
  • zu niedriger Wasserstand

Mache dich auf Ursachen-Forschung, um in Zukunft zu wissen, warum die Pumpe Luft zieht. Vielleicht musst du undichte Ventile tauschen, Schrauben festziehen oder austauschen.

Befindet sich zu viel Luft im System, funktioniert die Pumpe nicht – sie kann das Wasser einfach nicht ansaugen und versagt.

Aber warum?

Eine Gartenpumpe verfügt über ein Schaufelrad, das das Wasser weiterleitet. Bei zu viel Luft in den Leitungen kann das Schaufelrad keinen Unterdruck erzeugen und das Wasser auch nicht ansaugen. Die Pumpe steht still, obwohl der Schlauch im Wasser ist.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Luft sich im Pumpsystem befindet, desto besser kann die Pumpe arbeiten.

Selbstansaugende Pumpen können das Wasser nach dem Entlüften direkt wieder selbstständig ansaugen.

Entlüfte die Gartenpumpe einmal pro Jahr vor der Sommersaison.

Tipp: Rückschlagventil für leichteres Entlüften

Um das Entlüften der Pumpe zu vereinfachen, sollte am Ende des Saugschlauchs ein Rückschlagventil angebracht werden. Ein Rückschlagventil ist bereits im Lieferumfang enthalten und auf dem Schlauch fixiert, wenn du eine fix und fertige Sauggarnitur wie diese kaufst.

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Wenn du die Gartenpumpe ausschaltest, verhindert das Rückschlagventil, dass die angesaugte Wassersäule in den Saugschlauch zurückgespült wird. Schaltest du die Pumpe erneut ein, fällt es ihr leichter, Wasser anzusaugen.

Vor allem dann, wenn die Gartenpumpe das Wasser sehr hoch pumpen muss, würde sie ohne Rückschlagventil sehr viel Luft ansaugen. Einige Geräte kommen damit nicht zurecht.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der verwendet das Ventil, um das gesamte System von Luft freizuhalten.

Gerade wenn die Gartenpumpe das Wasser sehr hochpumpen muss, würde so erst viel Luft angesaugt werden. Manche Pumpen kommen damit nicht zurecht. Verwendet man ein Rückschlagventil, so bleibt das gesamte System frei von Luft.

Wie entlüftet man eine Gartenpumpe?

Wenn du deine Gartenpumpe manuell entlüften musst, brauchst du nur wenige Minuten Zeit dafür. Außerdem einen Trichter und Wasser.

Kontrolliere vor der Entlüftung

  • verstopfte Schläuche
  • nicht schließende Ventile
  • Verschmutzungen der Ventile durch Algen
  • unzureichenden Druck
Bevor du startest, musst du die Pumpe vom Stromnetz nehmen, stecke sie dafür unbedingt aus!

So gehst du dabei vor:

  1. Öffne die Füllkappe und nimm sie ab. Du findest sie an der Oberseite der Pumpe.
  2. Wenn deine Pumpe einen kurzen Ansaugschlauch ohne Rückschlagventil hat, gieße mit einem Trichter langsam klares Wasser in die Öffnung, bis die Pumpe und die Steigleitung gefüllt sind. Wichtig: Langsam, damit sich keine zusätzliche Luft bildet!
  3. Bei Pumpen mit einem längeren Ansaugschlauch oder einem Rückschlagventil: Verwende eine Vakuumpumpe an der Entlüftungsöffnung, um die Luft aus dem Ansaugsystem und dem Pumpengehäuse zu entfernen.
  4. Warte zwei Minuten, damit sich Luftblasen lösen können.
  5. Inzwischen spülst du die Saugleitungen mit einem Gartenschlauch durch.
  6. Kontrolliere jetzt den Pegel der Pumpe auf eine Veränderung des Wasserstands und fülle Wasser nach, bis sich der Füllstand nicht mehr ändert.
  7. Schraube den Verschluss wieder auf die Öffnung und ziehe ihn fest. Schalte die Pumpe ein.

Es kann sein, dass du diesen Vorgang zwei bis drei Mal wiederholen musst, bis wirklich jede Luftblase aus dem Pumpsystem verschwunden ist.

Wenn das Wasser austritt und keine blubbernden Geräusche zu hören sind, ist die Pumpe einsatzbereit.

Alternativ kannst du, die Schraube an der Oberseite, herausdrehen und bekommst einen direkten Zugang zur Pumpenkammer.

Diese kannst du entfernen und die Pumpe einschalten, bis Wasser austritt. Experten raten davon allerdings ab, da es ein gewisses Risiko gibt, wenn deine Saugleistung ein Leck hat.

Was tun, wenn die Wasserpumpe trotzdem Luft zieht?

Du hast die Gartenpumpe entlüftet, aber sie zieht trotzdem Luft? Das kann an Undichtigkeiten liegen. Wenn du die Pumpe mehr als 2x pro Saison entlüften musst, dann bist du wahrscheinlich davon betroffen.

Oft sind kleine Undichtigkeiten am Schlauch oder den Verbindungsstellen Schuld daran. An ihnen tritt Wasser aus und wird Luft angesaugt.

Überprüfe daher alle Verbindungspunkte, um sicherzugehen, dass sie richtig dicht sind. Auch die Saugleitung sollte gelegentlich überprüft werden. Sie kann mit der Zeit porös werden, sodass Luft eindringen kann.

Das Wasser wird zwar immer noch angesaugt, aber durch die dadurch entstandenen Löcher kann auch Luft eindringen. Wenn zu viel Luft in die Pumpe eindringt, muss sie entlüftet werden, da sie sonst kein Wasser mehr in ihr Ansaugrohr saugen kann.

Welche Pumpen muss man nicht entlüften?

Manchmal ist das Entlüften einer Gartenpumpe unter Umständen nicht erforderlich oder bringt keinen wirklichen Vorteil. Die Konstruktion und der Typ der Pumpe bestimmen, ob du diese Aufgabe erledigen musst. Es ist wichtig, die folgenden Arten von Pumpen zu kennen:

  • Klassische Saugpumpen wie die Kolbenpumpe
  • Tauchpumpen
  • Mischformen wie die selbst ansaugende Kreiselpumpe
  • Selbst entlüftende Pumpen

Tauchpumpen werden vollkommen im Wasser versenkt. Auch sie funktionieren nicht, wenn sich Luft in der Pumpkammer befindet, jedoch benötigen sie keine vorbeugende Entlüftung.

Anders verhält es sich bei Saugpumpen und selbst ansaugenden Kreiselpumpen, die du regelmäßig entlüften solltest. Viele moderne Pumpen haben jedoch ein Ventil, mit dem sie eingeschlossene Luft ausstoßen können, sobald sie eingeschaltet werden. Überprüfe daher im Benutzerhandbuch, ob dein Modell über eine solche Funktion verfügt.

Unser Fazit

Eine Gartenpumpe zu entlüften, ist nicht schwierig. Das gelingt auch allen, die handwerklich nicht so begabt sind. In sechs einfachen Schritten bringst du die Pumpe wieder zum Laufen und entfernst alle Luftrückstände.

Mindestens 1x pro Jahr solltest du dir 10 Minuten Zeit dafür nehmen. So kannst du sicher sein, dass die Pumpe lange im Einsatz sein kann, ohne beschädigt zu werden.

Viel Erfolg!

4 Kommentare zu “Anleitung: Gartenpumpe entlüften in 6 einfachen Schritten

  • Hallo Christofer, ich habe seit diesem Jahr einen Garten mit Brunnen zur Bewässerung. Aus der Bodenplatte des Brunnens steht nur ein 1,5“ Rohr heraus mit einem Bogen in die Waagerechte. Insgesamt ca. 80 cm Rohr. Am Ende ist eine Messingmuffe. Ich gehe davon aus, dass es eine Rückschlagklappe ist. Die Pumpe habe ich samt Saugschlauch abgebaut und entleert eingelagert. Nun die Frage: Steht im Rohr nun Wasser bis zur Rückschlagklappe? Reicht ein Isolieren des Rohres? Oder benötige ich eine Begleitheizung? Mein Vorgänger hat angeblich nichts dergleichen getan. Kannst du mir einen Tip geben?

  • Christofer

    Hallo Klaus,
    Bezüglich deiner Frage: Wenn das Rohr mit einer Rückschlagklappe ausgestattet ist, sollte normalerweise kein Wasser im Rohr stehen, da die Klappe das Zurückfließen des Wassers verhindert.
    Das Isolieren des Rohres könnte ausreichend sein, um es vor Frost zu schützen, besonders wenn dein Vorgänger ähnliche Maßnahmen getroffen hat und keine Probleme aufgetreten sind. Falls du die Möglichkeit hast: frag ihn noch mal ganz genau.
    Eine Begleitheizung ist normalerweise nur in sehr kalten Klimazonen erforderlich – in DE, AT wirklich nur in den richtig hohen Bergen.
    Liebe Grüße Christofer

  • Hallo Christofer,
    versuche mich auch in Fehlerdiagnose, vielleicht kannst Du helfen.
    Es geht um ein Garten Pumpe, abgeschlossen an einen Brunnen ca 6m tief, Wasser steht an Pumpe fördet ca 15 Sekunden dann lässt der Wasserdruck nach. Nach dem schließen des Wasserhahns baut die Pumpe den Druck wieder auf um für kurze Zeit wieder gut zu funktionieren dann fällt der Druck wieder ab
    Es wird wahrscheinlich keine Luft angesaugt das könnte man hören. Woran könnte es liegen?
    Liebe Grüße
    Klaus

  • Christofer
    Christofer sagt:

    Hi Klaus,
    Na, das klingt ja nach einer Herausforderung. Ich habe leider nicht DIE EINE Lösung für dich, aber ein paar Ansätze, die du ausprobieren solltest.
    1. Luft im System: Es kann auch Luft im System sein, ohne, dass man es hört. Wahrscheinlich hast du es schon gemacht: aber entlüfte zuerst noch mal. Das wäre die einfachste Lösung.
    2. Undichte Stelle: Schon kleinste Undichtigkeiten im Saugbereich können dazu führen, dass deine Pumpe Luft zieht und der Druck nach der Zeit nachlässt. Überprüfe mal die Pumpe, den Schlauch und alle Anschlüsse auf Risse.
    3. Rückschlagventil: Ein defektes Rückschlagventil kann Probleme machen. Die Pumpe kann dann keinen richtigen Druck aufbauen. Tausche es im Zweifelsfall aus.
    4. Filter oder Sieb verstopft: Hast du sandhaltiges oder schlammiges Wasser? Dann ist evtl. der Filter zu.
    5. Ansaughöhe und Fördermenge: Ist die Pumpe neu oder hast du sie schön langer im Einsatz? Bist du dir sicher, dass die Ansaughöhe und Förderleistung zu deinem Brunnen passt?
    6. Verschleißteile checken: Eine Pumpe, die nur kurzzeitig funktioniert, könnte auch Probleme mit Verschleißteilen haben. Klassiker: Abgenutzte Dichtungen.

    Wenn es alles nicht klappt, gehe am besten in einen Baumarkt und lass dich da mal beraten. Im Idealfall findest du da jemanden, der sich wirklich auskennt – das ist aus meiner Erfahrung oft leider ziemlich schwierig.

    Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte. LG!

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